Cholesterin senken – Wichtige Informationen und Tipps gegen zu hohe Cholesterinwerte

Cholesterin ist ein lebenswichtiges Molekül und ein wichtiger Bestandteil der Zellmembran. Es erhöht die Stabilität der Membran und trägt gemeinsam mit Proteinen dazu bei, Signalstoffe in die Zellmembran einzuschleusen und wieder hinauszubefördern. Der menschliche Körper enthält etwa 140 g Cholesterin. Cholesterin dient im Körper unter anderem als Vorstufe für Hormone und Gallensäuren. Ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Cholesterin, das 7-Dehydrocholesterin, ist die Vorstufe zur Bildung von Vitamin D durch UV-Licht. Neue Forschungen zeigen zudem, dass der Körper Cholesterin auch zur Herstellung herzstärkender Botenstoffe nutzt.

Zunächst sollten wir noch einige Begriffe klären. Medizinsch gesehen bezieht sich die Aussage „hoher Cholesterinwerte“ immer auf den Wert des Gesamtcholesterins (Chol) im Serum. Der Wert des Gesamtcholesterins ist wohl der in Deutschland am häufigsten gemessene Blutwert, da „Cholesterin“ als ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen angesehen wird. Dieser Wert allein hat aber diesbezüglich überhaupt keine Aussagekraft.

Ein „hoher Cholesterinspiegel“ ist auch keine Krankheit. Der Körper produziert nämlich fast 90 % des Cholesterins im Blut selbst, vermutlich weil er es für verschiedene, teils falsch programmierte Stoffwechselvorgänge benötigt. Aus der Nahrung wird praktisch kein Cholesterin aufgenommen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel „Ernährungstipps“.

Ein hoher Cholesterinspiegel ist also ein Zeichen. Es ist ein Risikofaktor, der die Entwicklung schwerwiegender Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigt. Eine Aussage darüber, ob die Gefahr für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erhöht ist, bekommt man erst, wenn man die Verhältnisse der verschiedenen Fettsäuren (gesättigte und ungesättigte) im Blut kennt. Dazu gehören:

  • Gesamtcholesterin (Chol)
  • Gutes Cholesterin (HDL)
  • Schlechtes Cholesterin (LDL)
  • Trigyceride (TG)
  • Lipoprotein (a) (Lp(a))

Derzeit gilt als empfohlene Obergrenze für das gesamte Cholesterin 200 mg/dl. Aufgrund der oben erwähnt Inkonsistenz der Aussagekraft des Gesmtcholesterins wurde dieser Grenzwert in den letzten Jahren häufig verändert. Cholesterinwerte über 250 mg/dl sollten aber nicht erreicht werden.

Wichtiger sind heute aber die Bestimmung von HDL und/oder LDL. Da das gefäßschützende HDL unabhängig von der Höhe des (schädlichen) LDL wirkt, ist für präventiv tätige Ärzte heute dieser Wert von größerer Bedeutung.(1) So konnte in einer amerikanischen TNT-Studie mit fast 10.000 Teinehmern gezeigt werden, dass sich selbst bei Patienten mit sehr guten LDL-Spiegeln das Herz-Kreislauf-Risiko noch einmal um 40% senken ließ.(2)

Im Allgemeinen wird empfohlen, dass das Verhältnis des gesamten Cholesterins zu HDL 4:1 nicht übersteigen soll. Man rechnet damit, dass in Deutschland etwa jede zehnte Frau und jeder fünfte Mann ein schlechteres Verhältnis als 4:1 hat.

„Nichtmedikamentöse Therapiestrategien (Lebensstiländerungen) sind als Grundlage des Risikofaktoren-Managements unverzichtbar. Kontinuierliche Aufklärung, Beratung und Schulung sind wesentliche Elemente des Risikofaktorenmanagements.“ So steht es in den allgemeinen Therapieleitlinien der entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften.(3) Leider wird dieser fromme Vorsatz in der Praxis allzuhäufig ignoriert, so dass der Risikofaktor hohes Cholesterin fast immer nur mit Medikamenten behandelt wird.

Bei der medikamentösen Therapie spielen immer noch die Statine die wichtigste Rolle. An dieser Stelle möchte ich deshalb noch auf eine wichtige Nebenwirkung der Statine hinweisen, die bei uns allzuoft übersehen wird. Die Wirkung der Statine beruht auf darauf, dass sie ein Enzym blockieren, dass unser Körper zur Herstellung von Cholesterin benötigt. Unglücklicherweise wird dieses Enzym auch zur Herstellung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin (Sauerstofftransport in die Zellen) und zur Herstellung von Coenzym Q10, dem wichtigsten Mikronährstoff zur Energieproduktion in den Zellen benötigt. Da gerade Muskelzellen und vor allem Herzmuskelzellen sehr viel Energie benötigen, erklärt das natürlich einige der Nebenwirkung der Statine wie Muskelschmerzen und Muskelschwäche.(4) In zahlreichen Untersuchungen wird deshalb die Einnahme von Coenzym Q10 zur Verhinderung dieser Nebenwirkungen dringend empfohlen. (5) Weitere Informationen zur Einnhame von Mikronährstoffen finden Sie weiter unten.

Viele Betroffene sind auf der Suche nach alternativen Therapieverfahren, da sie den langfristigen Einsatz der Medikamente oft fürchten. Neue Forschungen bieten hier einige interessante, nebenwirkungsfreie Ansätze, die leicht im Alltag umzusetzen sind.

1. Ursachen für zu hohes Cholesterin

Cholesterin wird vor allem in der Leber und der Darmschleimhaut produziert. Warum unser Körper aber dazu neigt, zu viel Cholesterin zu produzieren ist noch nicht endgültig geklärt. Vermutlich produziert er nicht zu viel Cholesterin, sondern das Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch ist durch unsere (ungesunde) Lebensweise gestört. Die Regulation dieses Gleichgewichts wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

Dazu gehört beispielsweise auch das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren (überwiegend in tierischen Fetten) zu Omega-3-Fettsäuren (überwiegend in pflanzlichen Ölen) in unserer Ernährung. Wir essen heute etwa 20-mal so viele O-6-FS als O-3-FS.(6) Optimal wäre aber ein ausgewogenes Verhältnis von 1:1.

Das Verhältnis der beiden Fettsäuren ist deshalb so wichtig, weil sie bei vielen Stoffwechselvorgängen direkte Konkurrenten sind. So fördern Omega-6-Fettsäuren die Cholesterinherstellung während Omega-3-Fettsäuren diese bremsen.(7)

Weitere Einflussgrößen für den Cholesterinspiegel sind die Menge an (industriellen) Trans-Fettsäuren (8) und die Menge an Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung. Getreideprodukte sind deshalb zwar nicht generell abzulehnen, aber in puncto Fettsäuren-Zusammensetzung überwiegen die Omega-6 Fettsäuren im Verhältnis zu den Omega-3-Fettsäuren (Weizen 14:1, Roggen 11,5:1, Soja 10,5:1 und Mais 29:1).

Auch die Menge an Bewegung spielt eine wichtige Rolle bei der Cholesterinregulation. Dazu erfahren Sie mehr im Kapitel über die Veränderungen des Lebensstils.

2. Ernährungstipps bei hohem Cholesterin

Damit das biochemische System Mensch möglichst reibungsfrei arbeiten kann, braucht es alle essenziellen Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Eiweiße und Kohlenhydrate. Fehlen nur kleine Bausteine, so bedeutet dies, dass bestimmte Funktionen können nicht mehr einwandfrei funktionieren können.

Des Weiteren gelten natürlich die Regeln der gesunden Ernährung. Verringern Sie den Anteil von Brot, Reis, Nudeln und Co. von Ihrem Speiseplan; ersetzen Sie die Kohlenhydrate durch Obst und Gemüse.

Wie schon erwähnt, fördern zu viele tierische Fette – und hier vor allem die Fette von Tieren aus konventioneller Masttierhaltung – einen hohen Cholesterinspiegel und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten.(9) Im Fleisch, der Milch und den Eiern von Nutztieren ist das Verhältnis verschoben, da die heutige, auf Getreide basierende Kraftnahrung einen deutlich höheren Anteil an Omega-6-Fettsäuren aufweist, als das natürliche, auf Grünpflanzen basierende Futter. Man konnte nachweisen, dass Produkte von Tieren aus artgerechter Haltung hier sogar gesunde Effekte aufweisen.(10)

Essen Sie mindestens 2-mal in der Woche frischen Fisch und verwenden Sie möglichst oft pflanzliche Öle in der „kalten“ Küche. Beide Lebensmittel enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, was dabei hilft, das Gleichgewicht der Fettsäuren zu erhalten und einen hohen Cholesterinspiegel zu vermeiden. Außerdem sind sie für ein ausbalanciertes Immunsystem und für den Schutz der Blutgefäße wichtig. Verzichten sollten sie allerdings auf gehärtete Pflanzenöle, wie sie in Margarine vorkommen. Sie wirken nicht cholesterinsenkend und kosten wertvolle Vitalstoffe.(11)

Ernährungsempfehlung


3. Mikronährstoffbasierte Therapie – Vitamine gegen Cholesterin

Mikronährstoffe spielen bei praktisch allen Stoffwechselreaktionen eine große Rolle. Sie steuern die Ausschüttung und Produktion von Hormonen und Botenstoffen und sind damit auch wichtig für den Cholesterin -Stoffwechsel.

Es gibt viele wichtige Gründe, warum Menschen mit hohem Cholesterin zusätzlich Mikronährstoffe einnehmen sollten. Zahlreiche Mikronährstoffe helfen, einen hohen Cholesterinspiegel zu senken. Gleichzeitig erhöhen viele Vitalstoffe das gute HDL, reduzieren die Menge an aggressivem LDL und können Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie reduzieren.

Wie wichtig die Omega-3-Fettsäuren für die Balance der Fette im Blut sind, haben wir im Kapitel vorher schon kurz angesprochen. Omega-3-Fettsäuren senken hohes Cholesterin und hohe Triglyceride auf der einen Seite und erhöhen das Gute HDL auf der anderen Seite.(12) Übrigens: Omega-3-Fettsäuren werden vom Verdauungssystem besser aufgenommen, wenn sie in einer flüssigen Emulsion (z.B. einem Saft) und nicht in Kapselform eingenommen werden.(13)

Weitere wichtige Mikronährstoffe für den Cholesterinsstoffwechsel sind Vitamin C (14) und Vitamin B3 (15). Beide senken das schlechte LDL und die Triglyceride und erhöhen das gute HDL. Spurenelemente wie Chrom (16) und Kupfen haben eine ähnlich starke Wirkung. Untersucht wurde letzteres kürzlich in einer Studie, in der 20 chinesische Diabetiker etwa 60 g Mandeln am Tag aßen. Diese besonders Spurenelement-reichen Lebensmittel hatten schon nach 4 Wochen eine deutliche Verbesserung sowohl des Fettstoffwechsels als auch des Zuckerstoffwechsels erreicht.(17)

Wie oben schon erwähnt, spielt für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems nicht nur das Gleichgewicht von Cholesterin, HDL und LDL ein große Rolle, auch der antioxidative Schutz des LDL ist sehr wichtig. Das schlechte LDL wird nämlich erst dann wirklich gefäßschädigend, wenn es oxidiert (LDL-ox). Dann wird es aggressiv und greift die empfindliche Innenschicht der Blutgefäße an.(18) Deshalb empfiehlt u.a. die amerikanische Herzgesellschaft (American Heart Association, AHA) die Einnahme von reichlich natürlichen Antioxidantien aus Obst und Gemüse.
Im Kampf gegen freie Radikale und andere Oxidationsprozesse haben sich natürliche Antioxidantienmischungen, die aus Obst und Gemüse gewonnen werden deutlich besser bewährt als synthetische. Die natürlichen Mikrostoffe wirken mehr als 200-mal stärker antioxidativ.(19) Dazu kommt, dass für diese Mikronährstoffmischungen auch deutliche Herz-Kreislauf-schützende Wirkungen nachgewiesen sind.(20)

In einem guten, natürlichen Mikronährstoffprodukt sind nicht nur Vitamine und Mineralien sondern auch Omega-3-Fettsäuren sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Denn speziell wenn es um die Senkung von oxidiertem LDL geht, sind sekundäre Pflanzenstoffe wie die Flavonoide aus Trauben, grünem Tee oder kaltgepresstem Olivenöl besonders effektiv.(21)

Zuletzt sei nochmal auf den wichtigen Mikronährstoff Coenzym Q10 hingewiesen. Nicht nur, dass Q10 die Nebenwirkungen von Medikamenten gegen hohes Cholesterin reduzieren kann. Q10 schützt außerdem vor oxidiertem LDL und verbessert die Funktion der Blutgefäße.(22)

4. Veränderungen im Lebensstil

In den allgemeinen Leitlinien zur Behandlung von einem hohem Cholesterinspiegel steht ausdrücklich, dass „Veränderungen des Lebensstils“ die Grundlage einer erfolgreichen Therapie sein müssen. Kleinere Anpassungen bei der Ernährung und zusätzliche natürliche Mikronährstoffe sind hier bereits zwei einfache und wichtige Veränderungen. Eine dritte betrifft die Bewegung. Vermehrte körperliche Belastung gehört zu den 9 gut selbst zu beeinflussenden Faktoren, die zu über 90 % für unsere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind.(23) Diese Effekte sind unabhängig von Alter, Geschlecht oder ethnischer Herkunft der Menschen.

In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2000 konnte gezeigt werden, dass Bewegung ein „dosisabhängiges Medikament“ gegen hohes Cholesterin ist:(24)
In dieser Untersuchung wurde gezeigt, dass schon regelmäßige, moderate Bewegung zu einer deutlichen Verbesserung des Lipid-Profils führt. In diesem Fall waren es 6000 Schritte täglich, die im Vergleich zu Personen mit weniger als 2000 Schritten am Tag niedrigere Cholesterin- und Triglycerid- Spiegel hatten und verbesserte HDL- Spiegel.

Im Durchschnitt geht ein Deutscher etwa 2000 Schritte am Tag.(25) Übrigens zeigt eine 2004 im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Untersuchung, dass mehr als die Hälfte der Deutschen weniger als ein Mal pro Monat Sport treibt.

Hier setzen die weiteren Ergebnisse der Meta-Analyse an. Wer etwa einmal pro Woche zusätzlich zum Spazierengehen ein Training von 300 kcal macht (das ist etwa 40 Minuten Joggen), der senkt seine Fette im gleichen Maß, erhöht aber sein gutes HDL deutlich.

Den stärksten Effekt hatte regelmäßiges sportliches Training. Bei einem Training von 3×30 Minuten pro Woche mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 135 Schlägen in der Minute sanken die schlechten Fette doppelt so stark wie in den weniger intensiven Gruppen und während das gute HDL doppelt so stark stieg.

Dazu kommen noch wohlbekannte Effekte des Sports bei Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, wie Stressabbau, antidepressive Effekte, Blutdrucksenkung und die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes.

Natürlich sei an dieser Stelle auch das Rauchen erwähnt. Rauchen ist von den neun beeinflussbaren Faktoren, die zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führen, der gefährlichste.(23)
Je mehr man raucht, umso höher ist beispielsweise der Wert der Triglyceride und umso niedriger ist das schützende HDL.(24) Rauchen erzeugt such noch viele andere Schäden am Herz-kreislauf-System. So wird beispielsweise mehr aggressives oxidiertes LDL produziert (26) und wichtige gefäßschützende Mikronährstoffe werden verbraucht.(27)

5. Sonstige Naturheilverfahren gegen zu hohe Cholesterinwerte

Grüner Tee

Grüner Tee hat eine Vielzahl von herzschützenden Eigenschaften. Grüner Tee wirkt senkend auf hohe Cholesterinspiegel, indem es einerseits Enzyme hemmt, die wir zur Herstellung von Cholesterin benötigen,(28) andererseits hemmt grüner Tee auch die Aufnahme von Fetten im Darm.(29)

Daneben sind die Katechine des grünen Tees sehr starke Antioxidantien, die das LDL stärker vor Oxidation bewahren als beispielsweise Vitamin E.(30) Ebenso verhindern sie den Einbau des Cholesterins in die Gefäßwände und halten so die Arterienverkalkung auf.(31) Abgesehen davon wirkt grüner Tee langfristig blutdrucksenkend,(32) was ganz erheblich zum Schutz der Blutgefäße beiträgt.

Wichtig für die gute Wirkung von grünem Tee sind die richtige Auswahl der Teesorte und vor allem die richtige Zubereitung. Nach Lebensmittelanalysen enthalten japanische Grüntees im Schnitt mehr Flavonoide als die Tees aus anderen Ländern. Die Sorten Sencha und Gyokuro sind am gehaltvollsten. Dazu sollten Sie beim grünen Tee auf Bio-Qualität achten und Tee aus erster Ernte kaufen.

Auch bei der Zubereitung gibt es einiges zu beachten:

  • 1.Das Wasser, mit dem Sie den Tee aufbrühen sollte zwischen 70 und 80 Grad Celsius heiß sein.
  • 2. Übergießen sie den Tee, schwenken Sie die Kanne einmal durch und kippen Sie den „ersten Aufguss“ weg. (In Japan sagt ein Sprichwort: „der erste Aufguss ist für deinen Feind“)
  • 3. Übergießen Sie den Tee erneut und lassen Sie ihn jetzt 10 Minuten ziehen. Zieht der Tee weniger als 5 Minuten, so zeigen Untersuchungen, dass sich nur etwa 20 % der Flavonoide herauslösen.

Die Unterschiede sind enorm: Eine Tasse grüner Tee mit hoher Qualität, der lange genug ziehen durfte enthält 60-mal so viele Flavonoide wie eine Tasse Tee mit mittelmäßiger Qualität, der zu kurz gezogen hat.

Ballaststoffe

Wer mehr Ballaststoffe in Form von Obst, Gemüse oder Vollkornprodukten zu sich nimmt, hat ein deutlich reduziertes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten.(33) Unter anderem senken vor allem die löslichen Ballaststoffe aus Obst und Gemüse den Cholesterinspiegel. (34) Vermutlich binden sie das Cholesterin im Darm, so dass es speziell im entero-hepatischen Kreislauf nicht wieder aufgenommen werden kann. Das hat vor allem beim Frühstück praktische Bedeutung. Bei der ersten Mahlzeit des Tages wird das über Nacht in der Gallenblase gespeicherte Cholesterin ausgeschüttet. Wenn es nicht durch die Ballaststoffe des Frühstücks gebunden und dann ausgeschieden wird, wird es zum größten Teil wieder ins Blut aufgenommen.

6. Was Sie selbst tun können – Empfehlungen zusammengefasst

Cholesterin

Weitergehende Informationen und Bücher zum Thema

Die Cholesterin- Lüge. Das Märchen vom bösen Cholesterin
Walter Hartenbach
Verlag: Herbig; Auflage: 30., Aufl. (2008)
Preis: 14,99
ISBN-10: 377662277

Gesund mit Rotwein, Lachs, Schokolade & Co.: Die neue Präventionsernährung – Vorbeugen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Alzheimer – Bewusst essen, lustvoll leben
Prof. Dr. med. Richard Béliveau
Verlag: Kösel-Verlag (2011)
Preis: 21,99
ISBN-10: 3466345413

Quellenangaben:

(1) Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen: Pocket-Leitlinie zur Rehabilitation von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Mai 2008: S. 11
(2) Barter P. et al: HDL cholesterol, very low levels of LDL cholesterol, and cardiovascular events. N Engl J Med. 2007(13): S. 1301-1310
(3) AWMF online: Nationale Versorgungsleitlinie Chronische KHK. Kurzfassung; Version 1.12 März 2012.
(4) Caso G. et al.: Effect of coenzyme q10 on myopathic symptoms in patients treated with statins. Am J Cardiol. 2007 (10): S. 1409-1412
(5) Passi S. et al.: Statins lower plasma and lymphocyte ubiquinol/ubiquinone without affecting other antioxidants and PUFA. Biofactors. 2003(1-4): S. 113-124
(6) Klör H.: Verhältnis Omega-3 zu Omega-6.
(7) Hoyos C. et al.: Effect of omega 3 and omega 6 fatty acid intakes from diet and supplements on plasma fatty acid levels in the first 3 years of life. Asia Pac J Clin Nutr. 2008(4): S. 552-557
(8) Brouwer I.A., Wanders A.J., Katan M.B.: Effect of animal and industrial trans fatty acids on HDL and LDL cholesterol levels in humans–a quantitative review. PLoS One. 2010 Mar(3): S. e9434
(9) Chen S.T. et al.: The effect of dietary patterns on estimated coronary heart disease risk: results from the Dietary Approaches to Stop Hypertension (DASH) trial. Circ Cardiovasc Qual Outcomes. 2010(5): S. 484-489
(10) Simopoulos A.P., Salem N. Jr.: n-3 fatty acids in eggs from range-fed Greek chickens. N Engl J Med. 1989(20): S. 1412
(11) Clifton P.M. et al.: High dietary intake of Phytosterol esters decreases carotenoids and increases plasma plant sterol levels with no additional cholesterol lowering. J Lipid Res 2004 (45): S. 1493-1499
(12) Saynor R., Gillot T.: Changes in Blood lipids and Fibrinogen with a note on safety in a long term Study on the effects of n-3 fatty acids in subjects receiving Fish Oil supplements and followed for seven years. Lipids 1992(7): S. 533-538
(13) Raatz S.K. et al.: Enhanced absorption of n-3 fatty acids from emulsified compared with encapsulated fish oil. J Am Diet Assoc. 2009(6): S. 1076-1081
(14) Afkhami-Ardekani M. et al.: Effect of vitamin C on blood glucose, serum lipids & serum insulin in type 2 diabetes patients. Indian J Med Res. 2007 (5): S.471-474
(15) Creider J.C. et al.: Niacin: another look at an underutilized lipid-lowering medication. Nat Rev Endocrinol. 2012 Feb 21. doi: 10.1038/nrendo.2012.22. [Epub ahead of print]
(16) Chen G. et al.: Chromium activates glucose transporter 4 trafficking and enhances insulin-stimulated glucose transport in 3T3-L1 adipocytes via a cholesterol-dependent mechanism. Mol Endocrinol. 2006(4): S. 857-870
(17) Li S.C. et al.: Almond consumption improved glycemic control and lipid profiles in patients with type 2 diabetes mellitus. Metabolism. 2011(4):474-479
(18) Saremi A, Arora R: Vitamin E and Cardiovascular Disease. Am J Ther. 2010(3): S. e56-e65
(19) Eberhardt M.V., Lee C.Y., Liu R.H.: Antioxidant activity of fresh apples. Nature. 2000 (405): S. 903-904
(20) Crowe F.L. et al.: Fruit and vegetable intake and mortality from ischaemic heart disease: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Heart study. Eur Heart J. 2011(10): S. 1235-1243
(21) Valenzuela A. et al.: Cholesterol oxidation: health hazard and the role of antioxidants in prevention. Biol Res. 2003(3-4): S. 291-302
(22) Belardinelli R. et al.: Oxidative stress, endothelial function and coenzyme Q10. Biofactors. 2008(1-4): S. 129-133
(23) Yusuf S. et al.: Effect of potentially modifiable risk factors associated with myocardial infarction in 52 countries (the INTERHEART study): case-control study. Lancet 2004(364): S. 937- 952
(24) Hata Y., Nakajima K.: Life-style and serum lipids and lipoproteins. J Atheroscler Thromb. 2000(4): S. 177-197
(25) Apotheken Umschau; 05.08.2005, aktualisiert am 28.06.2010
(26) Unverdorben M., von Holt K., Winkelmann B.R.: Smoking and atherosclerotic cardiovascular disease: part II: role of cigarette smoking in cardiovascular disease development. Biomark Med. 2009(5): S. 617-653
(27) Graham D.L. et al.: Cigarette smoke and human plasma lycopene depletion. Food Chem Toxicol. 2010(8-9): S. 2413-2420
(28) Bursill C.A., Abbey M., Roach P.D.: A green tea extract lowers plasma cholesterol by inhibiting cholesterol synthesis and upregulating the LDL receptor in the cholesterol-fed rabbit. Atherosclerosis. 2007(1): S. 86-93
(29) Bursill C.A., Roach P.D.: A green tea catechin extract upregulates the hepatic low-density lipoprotein receptor in rats. Lipids. 2007(7): S. 621-627
(30) Vinson J.A. et al.: Vitamins and especially flavonoids in common beverages are powerful in vitro antioxidants which enrich lower density lipoproteins and increase their oxidative resistance after ex vivo spiking in human plasma. J Agric Food Chem. 1999(7): S. 2502-2504
(31) Babu P.V., Liu D.: Green tea catechins and cardiovascular health: an update. Curr Med Chem. 2008(18): S. 1840-1850
(32) Yang Y.C. et al.: The protective effect of habitual tea consumption on hypertension. Arch Intern Med. 2004(14): S. 1534-1540
(33) Pietinen P. et al.: Intake of dietary fiber and risk of coronary heart disease in a cohort of Finnish men. The Alpha-Tocopherol, Beta-Carotene Cancer Prevention Study. Circulation. 1996(11): S. 2720-2727
(34) Riccioni G. et al.: Dietary fibers and cardiometabolic diseases. Int J Mol Sci. 2012(2): S. 1524-1540

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2 Responses to Cholesterin senken – Wichtige Informationen und Tipps gegen zu hohe Cholesterinwerte
  1. Angelika Körner says:

    Danke für diese wunderbaren Tips. Bin zwar schon 62 Jahre mit Homöopathie und Naturheilkunde gesund geblieben. Jetzt hat sich aber ein hoher Chol.wert entwickelt. Mikronährstoffe, Trockenäpfel und grüner Tee im zweiten Aufguss (bisher immer nur der erste….ach wie schade…) werden mir helfen.
    Vielen Dank, diese Empfehlungen sind fast zu einfach, um wahr zu sein und zu helfen. Aber ich glaube daran!

    Dankeschön!
    Angelika

  2. Helena Beck says:

    MeinCh-Wert ist 274, muss ich mir Sorgen machen?
    LG

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